Zynea Lymphdrainage Erfahrungen: Anwendung, Wirkung und mögliche Nachteile

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 28. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2026

Zynea wird oft dann interessant, wenn Beine schwer wirken, Schwellungen stören oder nach langem Sitzen einfach mehr Leichtigkeit gewünscht ist. Die Anwendung ist meist unkompliziert, die Wirkung hängt aber stark davon ab, ob das Gerät richtig eingesetzt wird und ob überhaupt eine passende Ursache für die Beschwerden vorliegt.

Wer Entlastung im Alltag sucht, erwartet meist weniger Druck, mehr Beweglichkeit und ein angenehmeres Körpergefühl. Genau an diesem Punkt lohnt sich ein nüchterner Blick: Was kann die Lymphdrainage zu Hause leisten, wo liegen die Grenzen und worauf sollte man vor dem Kauf und der Nutzung achten?

Wie das Prinzip hinter der Anwendung funktioniert

Geräte für die Lymphdrainage arbeiten in der Regel mit sanftem Druck, der abschnittsweise aufgebaut und wieder gelöst wird. Dadurch soll der Rückfluss von Flüssigkeit im Gewebe unterstützt werden, besonders an Beinen, Füßen oder manchmal auch an Armen. Das ist keine Wundermechanik, sondern ein physikalischer Reiz, der am ehesten dann Sinn ergibt, wenn die Beschwerden mit Stau, Schweregefühl oder leichter Schwellung zusammenhängen.

Der wichtige Punkt ist die Erwartungshaltung. Solche Geräte können unterstützen, aber sie ersetzen keine medizinische Abklärung, wenn Schmerzen, deutliche Asymmetrien, starke Schwellungen oder ungeklärte Veränderungen auftreten. Wer nur ein bisschen Wellness erwartet, erlebt die Nutzung oft ganz anders als jemand, der auf spürbare Entlastung nach einem langen Arbeitstag hofft.

Für wen die Nutzung sinnvoll sein kann

Am häufigsten greifen Menschen zu einer Lymphdrainage, wenn die Beine am Abend schwer werden, lange Bürozeiten auf die Waden schlagen oder nach Reisen ein unangenehmes Spannungsgefühl bleibt. Auch bei einem allgemeinen Gefühl von Wassereinlagerung kann so ein Gerät interessant sein, sofern keine medizinischen Gegenanzeigen bestehen. Der Effekt ist dabei meist eher moderat und am stärksten, wenn zusätzlich Bewegung, ausreichend Trinken und regelmäßige Pausen im Alltag dazukommen.

Besonders hilfreich kann die Anwendung sein, wenn man schon weiß, dass langes Sitzen oder Stehen die Beschwerden verstärkt. Dann ist die Logik einfach: erst sanfte Unterstützung durch den Druck, dann für den Tag mehr Bewegung und Entlastung. Wer dagegen kaum auf Aktivierung, Haltung oder Alltagssituationen achtet, erwartet oft zu viel von der Technik allein.

So läuft eine typische Nutzung ab

Die meisten Geräte werden mit Manschetten oder Kammern angelegt, die einen definierten Bereich nacheinander komprimieren. Vor dem Start sollte die Passform stimmen, denn zu lockerer Sitz mindert die Wirkung, zu enger Sitz kann unangenehm werden. Die Anwendung beginnt in der Regel mit einem niedrigeren Druck und einer moderaten Dauer, damit sich der Körper an das Gefühl gewöhnen kann.

Ein vernünftiger Ablauf sieht meist so aus: Gerät prüfen, Manschetten sauber anlegen, niedrige Stufe wählen, die ersten Minuten aufmerksam beobachten und erst dann die Intensität erhöhen, falls es angenehm bleibt. Danach lohnt ein kurzer Abgleich mit dem eigenen Körpergefühl. Fühlt sich die Region leichter an, ist das ein gutes Zeichen. Bleibt Druck, Schmerz oder Taubheit zurück, war die Einstellung wahrscheinlich zu hoch oder die Anwendung passt im Moment nicht.

Was die Wirkung in der Praxis oft ausmacht

Die Wirkung ist nicht nur eine Frage des Geräts, sondern auch der Situation. Bei leichtem Staugefühl nach einem langen Tag kann eine Sitzung angenehm sein und subjektiv spürbar entlasten. Bei ausgeprägten medizinischen Problemen ist die Wirkung zu Hause dagegen häufig begrenzt und sollte immer mit Fachpersonal besprochen werden. Genau hier entstehen die meisten Missverständnisse: Ein gutes Gefühl nach der Anwendung bedeutet nicht automatisch, dass die Ursache gelöst ist.

Anleitung
1Zu Beginn die niedrigste Stufe wählen und eine kurze Einheit starten.
2Nach einigen Minuten prüfen, ob der Druck noch angenehm gleichmäßig wirkt.
3Bei Bedarf schrittweise erhöhen, niemals sprunghaft.
4Die Länge der Sitzung erst nach mehreren Anwendungen anpassen.
5Nach dem Ausschalten auf Hautbild, Wärmegefühl und Beweglichkeit achten.

Manche Nutzer berichten von wärmeren Füßen, weicheren Beinen oder weniger Spannungsgefühl. Andere merken nur wenig, obwohl das Gerät technisch einwandfrei funktioniert. Das ist kein Zeichen von Defekt, sondern oft ein Hinweis darauf, dass die Beschwerden eine andere Ursache haben oder die Anwendung noch nicht optimal passt. Auch Tagesform, Flüssigkeitshaushalt und Aktivitätsniveau spielen eine große Rolle.

Was vor dem Kauf wichtig ist

Vor dem Kauf zählt zuerst die Frage, wofür das Gerät überhaupt genutzt werden soll. Für gelegentliche Entlastung zu Hause genügt oft ein einfaches Modell mit sauberer Drucksteuerung. Wer die Nutzung häufiger plant, sollte stärker auf Passform, mehrere Druckstufen, einfache Bedienung und Pflege achten. Eine gute Manschette ist dabei fast wichtiger als ein besonders voll klingendes Funktionspaket.

Hilfreich ist außerdem ein Blick auf die Bedienlogik. Wenn die Einstellung im Alltag zu kompliziert ist, landet das Gerät schnell in der Ecke. Dann hilft auch die beste Technik wenig. Wer wenig Zeit hat, profitiert eher von klaren Tasten, nachvollziehbaren Programmen und einer zügigen Anlegeweise als von vielen Sonderfunktionen, die man im Alltag nie anfassen möchte.

Häufige Fehler bei der Nutzung

Ein typischer Fehler ist ein zu hoher Druck direkt beim ersten Einsatz. Das fühlt sich dann schnell unangenehm an und verleitet dazu, die Nutzung abzubrechen. Besser ist ein vorsichtiger Einstieg mit niedriger Intensität und kurzen Einheiten. Der Körper meldet ziemlich zuverlässig, ob das angenehm ist oder schon zu viel.

Ein anderer Fehler ist die falsche Erwartung an die Dauer. Mehr Minuten bedeuten nicht automatisch mehr Nutzen. Zu lange Sitzungen können eher ermüden oder die Haut unnötig reizen. Auch ein unsauber angelegter Schlauch oder eine verdrehte Manschette reduziert die Wirksamkeit deutlich. Wenn die Luftkammern nicht gleichmäßig arbeiten, fühlt sich die Anwendung oft seltsam an und bringt wenig.

Wer außerdem nur die Anwendung selbst betrachtet, aber den Rest des Tages kaum Bewegung hat, verschenkt Potenzial. Leichte Aktivität, Pausen vom Sitzen und ein normaler Trinkrhythmus sind oft die stille zweite Hälfte des Ganzen. Das klingt unspektakulär, wirkt aber im Alltag häufig besser als jede überzogene Erwartung an die Technik.

Wann Vorsicht geboten ist

Bei Schmerzen, ungeklärten Schwellungen, entzündeten Hautstellen, akuten Verletzungen oder bekannten Gefäßproblemen sollte man vor der Nutzung ärztlich abklären lassen, ob eine Lymphdrainage überhaupt geeignet ist. Das gilt auch bei Herzproblemen oder wenn eine Thrombose nicht sicher ausgeschlossen ist. In solchen Fällen ist Zurückhaltung die bessere Entscheidung.

Wer während der Anwendung Schwindel, starke Schmerzen, Taubheit oder ungewöhnliche Druckgefühle spürt, beendet die Sitzung besser sofort. Auch nach der Nutzung sollten Rötungen, Druckstellen oder anhaltendes Unwohlsein ernst genommen werden. Ein gutes Gerät fühlt sich unterstützend an, nicht kämpferisch.

So lässt sich die Anwendung sinnvoll in den Alltag einbauen

Am meisten bringt die Nutzung meist dann, wenn sie regelmäßig und passend in den Tagesablauf eingebaut wird. Viele setzen sie am Abend ein, wenn die Beine bereits belastet wurden und Ruhe möglich ist. Andere nutzen sie nach langem Sitzen im Homeoffice, um Spannung aus den Beinen zu nehmen. Entscheidend ist weniger die Uhrzeit als die verlässliche Routine.

Eine praktikable Reihenfolge sieht oft so aus: erst kurz bewegen, dann das Gerät anlegen, die Anwendung in ruhiger Umgebung durchführen und danach noch ein paar Minuten stehen oder gehen. Dadurch bleibt das angenehme Gefühl meist länger erhalten. Wer direkt danach wieder stundenlang sitzt, merkt oft schneller wieder die alte Schwere.

Was Nutzer an dem Gerät oft schätzen

Viele schätzen vor allem die einfache Anwendung und das Gefühl, selbst etwas für die Entlastung tun zu können. Gerade im Alltag ist das ein Plus, weil man nicht für jede kleine Beschwerde einen Termin organisieren muss. Außerdem ist die Nutzung zu Hause flexibel und kann gut in bestehende Routinen eingebaut werden.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass sich die Nutzung gut dosieren lässt. Es gibt Menschen, die kurze Einheiten bevorzugen, und andere, die längere, ruhige Sitzungen mögen. Diese Anpassbarkeit macht das Prinzip alltagstauglich, solange man die eigenen Grenzen respektiert und nicht zu hart gegen den Körper arbeitet.

Wann die Methode allein nicht ausreicht

Bleibt die Schwellung dauerhaft bestehen, verschlimmert sich der Zustand oder kommen weitere Beschwerden hinzu, sollte die Ursache gezielt untersucht werden. Dann geht es nicht mehr nur um Entlastung, sondern um die Frage, was das Gewebe überhaupt belastet. Das kann von venösen Problemen über Stoffwechselthemen bis zu orthopädischen Ursachen reichen.

Auch bei starkem Übergewicht, ausgeprägter Bewegungseinschränkung oder chronischen Erkrankungen reicht ein Gerät allein selten aus. In solchen Fällen ist die Lymphdrainage eher ein Baustein in einem größeren Konzept. Wer das früh erkennt, spart sich unnötige Enttäuschungen und kann realistischer planen.

Das sagen typische Alltagssituationen

Nach einem langen Arbeitstag im Sitzen spüren viele zuerst eine schwere Spannung in den Unterschenkeln. Dann kann eine ruhige Sitzung am Abend dazu beitragen, dass die Beine sich lockerer anfühlen. Die Wirkung ist meist am besten, wenn man nicht gleichzeitig auf dem Sofa zusammensackt, sondern danach noch etwas aufsteht und sich bewegt.

Nach längeren Reisen berichten manche von dickeren Knöcheln und einem Gefühl von Stau. Hier kann eine sanfte Anwendung angenehm sein, wenn keine Warnzeichen vorliegen. Tritt jedoch einseitige Schwellung, Schmerz oder Atemnot auf, gehört das ärztlich abgeklärt und nicht mit einem Heimgerät überdeckt.

Bei Menschen mit sitzender Tätigkeit zeigt sich oft ein ähnliches Muster: Erst ist die Entlastung spürbar, dann kommt das bekannte Schweregefühl wieder, wenn über Stunden keine Bewegung folgt. Das ist kein Mangel des Geräts, sondern eine Erinnerung daran, dass der Körper mehr als nur Druckimpulse braucht.

Was man vor dem ersten Einsatz prüfen sollte

Vor der ersten Anwendung ist eine kleine Reihenfolge sinnvoll. Erstens: Gerät und Manschetten auf sichtbare Schäden prüfen. Zweitens: die Bedienung einmal in Ruhe verstehen. Drittens: mit niedriger Intensität starten und den Körper beobachten. Viertens: nur weiter steigern, wenn alles angenehm bleibt.

Diese Reihenfolge klingt schlicht, schützt aber vor den meisten Anfängerfehlern. Wer direkt mit voller Stärke startet, übersieht leicht, ob das Gerät sinnvoll arbeitet oder ob die Einstellung zu hart ist. Ein ruhiger Einstieg ist fast immer die bessere Wahl, besonders wenn die Erfahrung mit solchen Geräten noch fehlt.

Grenzen der Selbstanwendung

Selbstanwendung ist bequem, hat aber Grenzen. Sie ersetzt keine Diagnostik und keine gezielte Therapie bei ernsthaften Beschwerden. Gerade bei wiederkehrenden oder einseitigen Veränderungen sollte die Ursache geklärt werden, bevor man sich auf ein Gerät verlässt. Sonst behandelt man am Ende nur das Gefühl, nicht das Problem.

Wer die Methode als Unterstützung versteht, fährt am sichersten. Wer sie als Lösung für alles betrachtet, liegt meistens daneben. Die beste Anwendung ist oft die, die in ein stimmiges Gesamtbild passt: Bewegung, Beobachtung des Körpers und bei Bedarf medizinische Einschätzung.

Was ein gutes Gefühl nach der Sitzung wirklich bedeutet

Ein angenehmes Gefühl nach der Nutzung ist ein gutes Zeichen, aber kein Beweis dafür, dass alles optimal läuft. Es zeigt vor allem, dass Druck, Dauer und Passform im Moment gut zusammenpassen. Bleibt das Wohlgefühl nur kurz, kann das an der Tagesform liegen oder daran, dass weitere Ursachen mitspielen.

Wer die Wirkung sauber einschätzen will, achtet am besten auf mehrere Punkte: Wie fühlen sich Beine und Füße direkt nach der Anwendung an, wie nach einer Stunde und wie am Abend? Erst aus diesem Ablauf ergibt sich ein brauchbares Bild. Ein einzelner Moment täuscht oft mehr, als man denkt.

Am Ende zählt vor allem, ob die Anwendung im Alltag sinnvoll, verträglich und gut steuerbar ist. Genau dort zeigt sich, ob die Nutzung wirklich zu den eigenen Beschwerden passt oder nur angenehm wirkt, ohne dauerhaft weiterzuhelfen.

Woran eine durchdachte Anwendung im Alltag erkennbar ist

Entscheidend ist nicht nur, das Gerät einzuschalten, sondern die Anwendung so zu strukturieren, dass sie zum eigenen Tagesablauf und zum körperlichen Zustand passt. Viele positive Rückmeldungen hängen damit zusammen, dass Druckstufe, Dauer und Sitzposition nicht zufällig gewählt werden. Wer zu intensiv startet, überreizt das Gewebe schnell. Wer zu locker arbeitet, nutzt das Potenzial der Anwendung oft nur teilweise aus. Ein ruhiger Aufbau mit klaren Schritten führt meist zu einem gleichmäßigeren Ergebnis.

Für den Einstieg hat sich eine einfache Reihenfolge bewährt: erst den Körper auf die Sitzung vorbereiten, dann die passende Intensität wählen und anschließend die Dauer an den persönlichen Eindruck anpassen. Gerade bei empfindlichen Beinen oder nach längeren Belastungsphasen lohnt es sich, nicht sofort mit der höchsten Stufe zu arbeiten. Besser ist ein kurzer Test mit niedrigem Druck, gefolgt von einer langsamen Steigerung, sobald die Beine entspannt reagieren.

  • Vor der Sitzung ausreichend trinken, damit der Flüssigkeitshaushalt stabil bleibt.
  • Locker sitzen oder liegen, damit die Kompression gleichmäßig wirken kann.
  • Mit der niedrigsten Stufe beginnen und erst nach einigen Minuten anpassen.
  • Die Sitzung beenden, sobald Druck, Kribbeln oder Unwohlsein deutlich zunehmen.

Welche Anzeichen für eine passende Intensität sprechen

Die richtige Intensität zeigt sich meist nicht durch maximale Stärke, sondern durch einen ausgewogenen Ablauf während der Anwendung. Ein angenehmer, gleichmäßiger Druck wird häufig als sinnvoller empfunden als ein sehr kräftiges Pumpen. Die Beine sollten sich währenddessen ruhig anfühlen, ohne dass einzelne Bereiche unangenehm eingeklemmt wirken. Auch die Nachwirkung gibt Hinweise: Eine leichte Entlastung und ein beweglicheres Gefühl sind eher günstig als anhaltende Druckstellen oder sichtbare Abdrücke, die lange bestehen bleiben.

Wer die Reaktion des Körpers bewusst beobachtet, kann die Einstellung meist schnell verbessern. Dabei hilft es, nicht nur auf das unmittelbare Empfinden zu achten, sondern auch auf die Stunden danach. Nimmt das Spannungsgefühl ab, passt die Dauer oft besser als eine längere, aber zu intensive Sitzung. Bleibt die Haut sehr warm, gerötet oder ungewöhnlich empfindlich, sollte die nächste Anwendung kürzer und sanfter ausfallen.

Orientierung bei der Feineinstellung

  1. Zu Beginn die niedrigste Stufe wählen und eine kurze Einheit starten.
  2. Nach einigen Minuten prüfen, ob der Druck noch angenehm gleichmäßig wirkt.
  3. Bei Bedarf schrittweise erhöhen, niemals sprunghaft.
  4. Die Länge der Sitzung erst nach mehreren Anwendungen anpassen.
  5. Nach dem Ausschalten auf Hautbild, Wärmegefühl und Beweglichkeit achten.

Wie sich typische Stolperstellen vermeiden lassen

Viele Probleme entstehen nicht durch das Gerät selbst, sondern durch eine ungünstige Kombination aus Anwendung, Kleidung und Tagesform. Zu enge Hosen, dicke Stoffschichten oder Falten im Material können den Druck ungleichmäßig verteilen. Auch eine ungünstige Körperhaltung führt dazu, dass die Kammern nicht sauber arbeiten. Wer die Beine entspannt und gerade lagert, bekommt meist eine harmonischere Wirkung als in einer verkrampften Position auf dem Sofa.

Ebenso wichtig ist der Umgang mit dem eigenen Belastungsniveau. Nach langem Stehen, Sport oder Reisen ist das Gewebe oft empfindlicher. Dann reichen kürzere Einheiten mit moderater Stufe häufig aus. Ein weiterer Punkt ist die Regelmäßigkeit. Einzelne sehr lange Sitzungen ersetzen keine vernünftige Routine. Besser sind gut dosierte Anwendungen, die sich wiederholen lassen, ohne den Körper zu überfordern.

  • Keine Anwendung über dicke oder stark gefaltete Kleidungsschichten.
  • Keine Sitzung direkt nach sehr intensiver körperlicher Belastung, wenn die Beine bereits stark gereizt sind.
  • Keine Nutzung in Positionen, in denen die Beine abknicken oder verdreht liegen.
  • Keine spontanen Sprünge von niedriger auf maximale Intensität.

Wie der Nutzen im längeren Ablauf besser eingeschätzt werden kann

Ein einzelner Einsatz sagt noch wenig über den tatsächlichen Nutzen aus. Aussagekräftiger ist ein Vergleich über mehrere Tage oder Wochen, weil sich dann zeigt, ob Spannungsgefühle, schwere Beine oder ein allgemeines Druckempfinden regelmäßig nachlassen. Sinnvoll ist es, die eigene Reaktion knapp zu dokumentieren. Schon wenige Notizen zu Dauer, Stufe und anschließendem Gefühl reichen aus, um Muster zu erkennen.

Wer dabei systematisch vorgeht, bekommt ein klareres Bild, ob die Anwendung in die persönliche Routine passt. Gerade Menschen mit wechselnder Alltagsbelastung profitieren davon, die Sitzungen an den Tagesverlauf anzupassen. Nach einem sitzenden Arbeitstag kann eine etwas längere Einheit passend sein, nach einem aktiven Tag oft eine kürzere. So wird die Anwendung nicht zu einem starren Programmpunkt, sondern zu einem Werkzeug, das sich an die Situation anpasst.

Hilfreich ist außerdem, auf Begleitfaktoren zu achten. Ausreichende Bewegung, regelmäßiges Trinken und Pausen mit entlasteter Beinposition verstärken den Gesamteindruck meist mehr als eine einzige lange Sitzung. Wer diese Bausteine kombiniert, kann besser einschätzen, welchen Anteil das Gerät selbst hat und wo der Effekt vor allem aus der gesamten Routine stammt.

  • Dauer und Stufe nach jeder Sitzung kurz notieren.
  • Veränderungen des Spannungsgefühls über mehrere Tage vergleichen.
  • Anwendung mit Bewegung, Pausen und Flüssigkeitszufuhr verbinden.
  • Die Routine an Belastungstage und ruhigere Tage anpassen.

Häufige Fragen zur Nutzung und Einordnung

Wie lässt sich die Anwendung am besten in den Tagesablauf einbauen?

Am praktikabelsten ist ein fester Zeitpunkt, etwa morgens nach dem Aufstehen oder abends nach längeren Belastungen. Wichtig ist, dass die Anwendung regelmäßig und in einer ruhigen Umgebung erfolgt, damit Druck, Dauer und Pausen gut kontrolliert werden können.

Woran erkennt man eine passende Intensität?

Die Intensität sollte spürbar, aber nicht unangenehm sein. Ein gleichmäßiger Druck, der sich während der Sitzung angenehm anfühlt und keine neuen Beschwerden auslöst, ist in der Regel der bessere Maßstab als eine möglichst starke Einstellung.

Wie oft wird eine Nutzung üblicherweise empfohlen?

Das hängt vom persönlichen Ziel und vom eigenen Empfinden ab. Viele Anwender starten mit kurzen Einheiten an mehreren Tagen pro Woche und passen die Häufigkeit dann an, sobald sie merken, wie der Körper darauf reagiert.

Kann die Anwendung bei schweren Beinen im Alltag helfen?

Sie wird oft genutzt, um ein Gefühl von Entlastung nach langem Sitzen, Stehen oder Reisen zu unterstützen. Besonders hilfreich ist sie dann, wenn zusätzlich Bewegung, Trinken und kurze Pausen in den Tag eingebaut werden.

Welche Rolle spielt Flüssigkeit rund um die Sitzung?

Ausreichendes Trinken unterstützt den Körper bei der normalen Regulation. Wer die Anwendung mit zu wenig Flüssigkeit kombiniert, nimmt die Wirkung häufig als weniger stimmig wahr.

Gibt es Gründe, die Nutzung vorübergehend zu pausieren?

Ja, bei akuten Beschwerden, ungeklärten Schwellungen, starken Schmerzen oder nach ärztlicher Empfehlung sollte pausiert werden. Auch bei Hautreizungen, Unwohlsein oder ungewöhnlichen Reaktionen ist eine Unterbrechung sinnvoll.

Wie wichtig sind Ruhe und Lagerung während der Anwendung?

Beides hat großen Einfluss auf das Ergebnis. Eine bequeme Position, wenig Ablenkung und das Vermeiden von Bewegungen während der Sitzung sorgen meist für einen gleichmäßigeren Ablauf.

Woran lässt sich erkennen, dass die Anwendung nicht gut angepasst ist?

Warnzeichen sind ein unangenehmer Druck, Taubheitsgefühle, Schmerzen oder ein Gefühl, dass die Belastung eher zunimmt als nachlässt. In solchen Fällen sollten Dauer, Druckstufe und Sitzposition überprüft und bei Bedarf reduziert werden.

Kann man die Nutzung mit Bewegung kombinieren?

Ja, das ist oft sinnvoll. Leichte Bewegung vor oder nach der Anwendung kann die allgemeine Aktivität fördern und den Alltag insgesamt besser unterstützen als eine rein passive Lösung.

Welche Erwartungen sind realistisch?

Meist geht es um eine unterstützende Maßnahme und nicht um eine vollständige Lösung aller Beschwerden. Wer die Anwendung als Baustein in einem stimmigen Gesamtkonzept sieht, bewertet die Ergebnisse oft nüchterner und passender.

Fazit

Die Anwendung kann im Alltag eine nützliche Unterstützung sein, wenn sie sorgfältig eingesetzt und an die eigene Situation angepasst wird. Besonders wichtig sind eine passende Intensität, regelmäßige Nutzung und ein realistischer Blick auf die Möglichkeiten. Wer Warnzeichen beachtet und die Methode mit Bewegung und sinnvoller Selbstbeobachtung verbindet, holt deutlich mehr aus ihr heraus.

Checkliste
  • Vor der Sitzung ausreichend trinken, damit der Flüssigkeitshaushalt stabil bleibt.
  • Locker sitzen oder liegen, damit die Kompression gleichmäßig wirken kann.
  • Mit der niedrigsten Stufe beginnen und erst nach einigen Minuten anpassen.
  • Die Sitzung beenden, sobald Druck, Kribbeln oder Unwohlsein deutlich zunehmen.

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