Elektronische Patientenakte Erfahrungen: Warum viele Nutzer mit der ePA-App hadern

Lesedauer: 14 Min – Beitrag erstellt: 5. Mai 2026, zuletzt aktualisiert: 5. Mai 2026

Die elektronische Patientenakte (ePA) soll den Zugang zu Gesundheitsdaten vereinfachen, doch viele Nutzer empfinden die Realität als herausfordernd. Die häufigsten Beschwerden drehen sich um die Benutzerfreundlichkeit der Apps und Schwierigkeiten beim Zugriff auf persönliche Daten.

Herausforderungen bei der Nutzung der ePA-App

Obgleich die Idee hinter der ePA vielversprechend ist, gibt es einige wesentliche Punkte, die manchen Nutzern Kopfzerbrechen bereiten. Ein häufiges Problem ist das Einloggen und die Nutzung von Sicherheitsfunktionen wie der Zwei-Faktor-Authentifizierung. Diese zusätzlichen Schritte werden oft als umständlich empfunden und schrecken viele ab.

Ein weiteres häufiges Hindernis besteht in der technischen Umsetzung. Nutzer berichten von Abstürzen, langsamen Ladezeiten und Schwierigkeiten beim Synchronisieren der Daten. Solche technischen Probleme führen dazu, dass die Nutzer weniger Vertrauen in die App entwickeln.

Die Bedeutung von Schulung und Unterstützung

Schulungsangebote spielen eine entscheidende Rolle, um Nutzer in der Anwendung der ePA-App zu unterstützen. Viele Nutzer sind unter Druck, sich schnell mit der Technologie vertraut zu machen, ohne die notwendige Anleitung zu erhalten. Besonders ältere Menschen fühlen sich oft überfordert und zurückgelassen.

Tipps für eine reibungslosere Nutzung der ePA

Um den Umgang mit der ePA-App zu erleichtern, sollten Nutzer die folgende Strategie berücksichtigen:

  1. Führen Sie regelmäßige Updates der App durch, um von den neuesten Funktionen und Verbesserungen zu profitieren.
  2. Nehmen Sie sich Zeit für die ersten Schritte, um die Oberfläche und die verschiedenen Funktionen kennenzulernen.
  3. Nutzen Sie Schulungsressourcen oder den technischen Support, um Unsicherheiten auszuräumen.

So könnten zukünftige Entwicklungen aussehen

Um die Nutzererfahrung zu verbessern, sollten Entwickler auf Rückmeldungen hören und Anpassungen vornehmen. Eine benutzerfreundliche Gestaltung, klare Anweisungen und langfristige Unterstützung wären essenziell, um die Attraktivität und den Nutzen der ePA zu erhöhen.

Anleitung
1Führen Sie regelmäßige Updates der App durch, um von den neuesten Funktionen und Verbesserungen zu profitieren.
2Nehmen Sie sich Zeit für die ersten Schritte, um die Oberfläche und die verschiedenen Funktionen kennenzulernen.
3Nutzen Sie Schulungsressourcen oder den technischen Support, um Unsicherheiten auszuräumen.

Technische Probleme kurz erklärt

Technische Hürden sind nicht nur ärgerlich, sondern können den Zugang zu kritischen Informationen über die eigene Gesundheit beeinträchtigen. Häufige Fehler sind:

  • Fehlermeldungen beim Login – oft durch falsche Zugangsdaten oder Sicherheitsfragen verursacht.
  • Synchronisationsprobleme – Schwierigkeiten, Daten zwischen verschiedenen Geräten zu übertragen.
  • Darstellungsfehler in der App, die durch inkompatible Softwareversionen oder veraltete Geräte hervorgerufen werden.

Erfahrungen in verschiedenen Zielgruppen

Die Nutzererfahrungen sind abhängig von verschiedenen Faktoren. Interessant dabei ist, dass jüngere Nutzer oft weniger Probleme mit der Technik haben, während ältere Nutzer vermehrt Schwierigkeiten mit der Benutzeroberfläche äußern.

Ein Beispiel: Ältere Menschen haben oft Schwierigkeiten, die Funktionen der App intuitiv zu bedienen, was zu einem Rückgang der Nutzung führen kann. Im Gegensatz dazu sind jüngere Nutzer meist technikaffin und haben weniger Berührungsängste, setzen jedoch ebenfalls Erwartungen an eine fehlerfreie Nutzung.

Langzeitnutzung und Veränderungen der Einstellungen

Mit längerer Nutzung entwickelt sich oft ein gewisses Maß an Routine. Nutzer sollten dennoch bereit sein, ihre Einstellungen regelmäßig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass ihre Daten sicher und aktuell sind. Außerdem ist es hilfreich, sich über neue Funktionen zu informieren, die die Nutzung der ePA vereinfachen können.

Ein Beispiel für eine positive Veränderung wäre die Einführung benutzerfreundlicherer Anmeldemethoden, wie biometrische Verfahren. Diese könnten den Zugriff auf Gesundheitsdaten erheblich erleichtern und die Nutzererfahrung verbessern.

Vertrauen in digitale Gesundheitstools aufbauen

Ein weiterer Schlüssel zur Verbesserung der Nutzererfahrungen ist der Aufbau von Vertrauen. Die digitale Gesundheit steht in ständiger Diskussion, insbesondere wenn es um Datenschutz geht. Klare Informationen über Sicherheitsmaßnahmen und Datenverarbeitung können dazu beitragen, Unsicherheiten zu beseitigen.

Was sind die nächsten Schritte für Nutzer?

Nutzer sind gut beraten, proaktiv auf Probleme zu reagieren. Bei Schwierigkeiten ist es ratsam, den Kundenservice oder IT-Support zu kontaktieren. Außerdem können informierte Entscheidungen über die Nutzung der ePA-App auf der Basis von Erfahrungen anderer hilfreich sein, um potenzielle Fallstricke zu vermeiden.

Rechteverwaltung und Einwilligungen gezielt steuern

Viele Anwender unterschätzen, wie fein sie in der ePA-App steuern können, wer welche Daten sieht und wie lange der Zugriff gilt. Wer hier planlos Einstellungen übernimmt, erlebt die Nutzung schnell als anstrengend. Besser ist es, sich systematisch durch die Berechtigungen zu arbeiten und dabei die eigene Versorgungssituation im Blick zu behalten.

Eine bewährte Herangehensweise: Zuerst grundlegende Einwilligungen prüfen, dann schrittweise festlegen, welcher Arzt oder welche Einrichtung auf welche Dokumente zugreifen darf. In den meisten ePA-Apps finden sich diese Funktionen im Bereich Einstellungen oder unter einem Menüpunkt mit Bezeichnungen wie Berechtigungen, Freigaben oder Zugriffsrechte.

Typischer Ablauf bei der Vergabe von Zugriffsrechten:

  • App öffnen und mit deiner bevorzugten Anmeldemethode einloggen, zum Beispiel über PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
  • Zum Bereich Einstellungen oder Profil wechseln und den Menüpunkt für Zugriffsrechte beziehungsweise Datenfreigaben aufrufen.
  • Zwischen globaler Freigabe (alle berechtigten Leistungserbringer) und individueller Freigabe (einzelne Praxis, Klinik oder Therapeut) unterscheiden.
  • Zeitraum wählen, zum Beispiel nur für den aktuellen Behandlungsfall, ein bestimmtes Datum oder dauerhaft bis zum Widerruf.
  • Optional einzelne Dokumenttypen auswählen, etwa Befunde, Medikationsplan, Impfdaten oder Krankenhausberichte.
  • Freigabe bestätigen und prüfen, ob sie in der Übersicht der aktiven Berechtigungen korrekt erscheint.

Wer mehrere behandelnde Stellen hat, etwa Hausarzt, Facharzt und eine Klinik, kann mit unterschiedlichen Freigaben arbeiten. So bleibt die Kontrolle über sensible Daten wie psychotherapeutische Berichte oder genetische Untersuchungen erhalten, während alltägliche Informationen wie Laborwerte oder Rezepte breiter zugänglich bleiben.

Wichtig ist außerdem, sich mit dem Widerruf von Einwilligungen vertraut zu machen. In vielen Apps können aktive Freigaben wieder entzogen werden. Der Ablauf ist meist ähnlich:

  • Bereich aktive Freigaben oder Zugriffsübersicht öffnen.
  • Die gewünschte Praxis oder das Krankenhaus auswählen.
  • Option Zugriff beenden oder Berechtigung widerrufen antippen.
  • Den Widerruf bestätigen und prüfen, ob die entsprechende Freigabe aus der Liste verschwindet.

Ein sinnvoller Rhythmus besteht darin, die eingeräumten Rechte immer dann zu aktualisieren, wenn ein Behandlungsabschnitt abgeschlossen ist, beispielsweise nach einer Reha oder einem Klinikaufenthalt. So bleibt die ePA aufgeräumt und der Überblick über aktive Zugriffe erhalten.

Dokumente strukturiert ablegen und wiederfinden

Ein häufig geäußerter Kritikpunkt betrifft die Übersichtlichkeit der abgelegten Unterlagen. Ohne System landet alles bunt gemischt in der Akte und spätere Suchen dauern lange. Wer sich einige Minuten Zeit nimmt, um eine persönliche Ordnung aufzubauen, kann die ePA deutlich effizienter nutzen und Doppeluntersuchungen vermeiden.

Das gelingt besser, wenn man sich an der eigenen Krankengeschichte orientiert. Chronische Erkrankungen, Operationen, Allergien oder wichtige Impfungen sollten im Fokus stehen. Viele Apps bieten Kategorien oder Dokumenttypen, manchmal auch Schlagwörter. Diese Funktionen helfen, aus einem ungeordneten Ablageort eine strukturierte Sammlung zu machen.

Für einen geordneten Aufbau haben sich folgende Schritte bewährt:

  • Bestehende Dokumente im Reiter Dokumente, Unterlagen oder Akte öffnen und kurz sichten.
  • Nach Dokumenttyp sortieren, sofern die App dies anbietet, etwa Befund, Arztbrief, Laborwert, Rezept oder Bildgebung.
  • Wichtige Unterlagen mit markierenden Funktionen kennzeichnen, zum Beispiel Markierung als wichtig oder Favorit.
  • Bei vorhandenen Suchfeldern kurze Stichwörter nutzen, etwa Diagnosebezeichnungen, Kliniknamen oder Untersuchungsdaten.
  • Wenn möglich, Notizen zu Dokumenten ergänzen, zum Beispiel zu Nebenwirkungen eines Medikaments oder Hinweisen des Arztes.

Viele ePA-Lösungen erlauben das Hochladen eigener Dateien, etwa von privaten Laborberichten oder Entlassungsbriefen, die nur in Papierform vorliegen. Dabei lohnt es sich, Dateinamen so zu wählen, dass sie später sofort verständlich sind, etwa mit Datum, Fachrichtung und Anlass der Untersuchung. Statt allgemeiner Namen wie Bericht.pdf helfen Bezeichnungen wie 2025-03-10_Kardiologie_Echo.pdf.

Wer verschiedene Erkrankungen parallel im Blick behalten muss, kann sich an einer Art mentaler Ordnerstruktur orientieren: Herz-Kreislauf, Stoffwechsel, Orthopädie, Psyche oder andere passende Bereiche. Auch wenn viele Apps keine eigenen Ordner erlauben, hilft diese Einteilung bei der Benennung von Dateien und Notizen. So lässt sich später mit ein oder zwei Suchbegriffen gezielt filtern.

Eine regelmäßige Durchsicht der Akte zahlt sich aus. Einmal im Quartal oder nach bedeutenden Behandlungen lohnt sich ein kurzer Rundgang durch die hinterlegten Unterlagen. Veraltete Medikationslisten können als solche markiert oder mit einem Hinweis versehen werden, während aktuelle Pläne hervorgehoben werden. Auf diese Weise erkennen Ärzte schneller den relevanten Stand und müssen weniger nachfragen.

Gezielte Vorbereitung auf Arzttermine

Mit einer gut sortierten ePA verbessern sich Gespräche in Praxis oder Klinik. Wer wichtige Dokumente vor Terminen markiert, hat Laborwerte, Vorbefunde oder Röntgenberichte sofort zur Hand. In vielen Apps reicht dafür ein kurzer Blick in den Bereich Favoriten oder Markierungen, statt lange in Listen zu scrollen.

Für eine strukturierte Vorbereitung kann man sich eine kleine Routine angewöhnen:

  • Terminart bestimmen, zum Beispiel Kontrolluntersuchung, Erstvorstellung oder Zweitmeinung.
  • Relevante Dokumente anhand von Datum und Fachrichtung heraussuchen.
  • Diese Unterlagen markieren oder in einer gesonderten Ansicht sammeln, etwa über Favoriten.
  • Eventuelle Fragen zum Befund oder zu Therapievorschlägen direkt in den Notizen zum Dokument festhalten.
  • Vor Ort die ePA-App geöffnet bereithalten und dem medizinischen Personal bei Bedarf Einblick geben oder temporäre Freigaben erteilen.

So entsteht mit der Zeit eine digitale Chronik der Behandlung, die nicht nur für Ärzte, sondern auch für die eigene Erinnerung nützlich ist.

Nutzung auf mehreren Geräten sicher einrichten

Viele Nutzer möchten die Akte sowohl auf dem Smartphone als auch auf einem Tablet oder eventuell am Computer verwenden. Die Einrichtung über mehrere Geräte hinweg sorgt jedoch oft für Unsicherheit, besonders wenn unterschiedliche Betriebssysteme im Spiel sind. Wer hier strukturiert vorgeht, kann Sicherheit und Komfort sinnvoll kombinieren.

Zunächst sollte feststehen, welches Gerät die Hauptrolle übernimmt. In der Regel ist dies das Smartphone, weil es immer dabei ist. Zusätzliche Geräte dienen vorzugsweise zum Lesen und Sortieren von Dokumenten zu Hause. Vor der Einrichtung weiterer Geräte lohnt sich ein Blick in die Unterstützungsseite der Krankenkasse oder in den Hilfebereich der App, um zu sehen, ob Desktop- oder Tablet-Versionen angeboten werden.

Typischer Einrichtungsweg für ein weiteres Gerät:

  • Auf dem Hauptgerät sicherstellen, dass die App aktuell ist und eine stabile Anmeldemethode genutzt wird, zum Beispiel App-PIN plus biometrische Entsperrung.
  • Auf dem Zweitgerät die passende Version der App installieren.
  • Beim ersten Start die Identifizierungsmethode wählen, etwa Gesundheitskarte mit PIN, einmalige TAN oder Video-Ident-Verfahren, je nachdem, was die Krankenkasse unterstützt.
  • Nach erfolgreicher Anmeldung prüfen, ob alle Dokumente und Einstellungen sichtbar sind, damit klar ist, dass die Synchronisation korrekt funktioniert.
  • Auf dem Zweitgerät ebenfalls eine sichere Entsperrung aktivieren, beispielsweise Gerätesperre, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.

Viele Anwender vergessen, was im Verlustfall eines Geräts zu tun ist. Deshalb lohnt es sich, schon bei der Einrichtung einen Plan zu haben. Der Hilfebereich der App oder der Krankenkasse enthält meist eine genaue Anleitung, wie Zugänge bei Diebstahl oder Verlust gesperrt werden. Es ist hilfreich, sich diese Informationen lokal zu speichern oder auszudrucken, damit sie im Notfall schnell verfügbar sind.

Für zusätzliche Sicherheit sollten folgende Punkte geprüft werden:

  • Aktivierung einer Display-Sperre auf allen Geräten, die Zugang zur Akte haben.
  • Deaktivierung von Screenshots, sofern die App dies anbietet, um unbeabsichtigte Bildspeicherungen sensibler Daten zu vermeiden.
  • Überprüfung der Liste angemeldeter Geräte, falls die App diese Funktion bereitstellt, um bei Bedarf gezielt einzelne Zugänge zu entfernen.
  • Regelmäßiger Wechsel der App-PIN und der zugehörigen Online-Zugangsdaten für das Krankenkassenkonto.

Wer mehrere Familienmitglieder mit ePA nutzt, sollte die Zugänge klar trennen. Gemeinsame Geräte, etwa Familien-Tablets, eignen sich eher schlecht als zentraler Zugangspunkt, wenn keine getrennten Benutzerkonten eingerichtet sind. Besser ist es, für jedes Familienmitglied ein eigenes Nutzerprofil auf dem Gerät zu verwenden oder ausschließlich das persönliche Smartphone einzusetzen.

Besondere Anforderungen bei chronischen Erkrankungen und Pflege

Menschen mit langwierigen Erkrankungen, multimorbiden Verläufen oder Pflegebedarf haben oft einen deutlich umfangreicheren Datenbestand in der Akte. Hier entscheidet sich, ob die ePA wirklich Unterstützung bietet oder eher als Belastung empfunden wird. Je komplexer der Alltag mit Ärzten, Therapien und Hilfsmitteln, desto wichtiger wird ein klares Konzept für die Nutzung.

Wer regelmäßig mehrere Fachrichtungen besucht, profitiert davon, die Akte als gemeinsame Informationsbasis zu etablieren. Dazu gehört, neue Befunde zeitnah zu prüfen und gegebenenfalls in der ePA-App hervorzuheben. Viele Anwender wählen sich dazu einen festen Wochentag aus, an dem sie aktuelle Unterlagen kurz durchgehen und markieren, welche Dokumente für welche Praxis wichtig sind.

Hilfreich ist eine Art persönlicher Fahrplan:

  • Wichtige Diagnosen und Dauermedikationen in einem übersichtlichen Dokument zusammenstellen und in der Akte prominent ablegen.
  • Bei jedem Arztbesuch nachfragen, ob die aktuellen Befunde in die ePA übertragen wurden und wie sie dort abgelegt sind.
  • Neue Therapien, Dosierungsänderungen oder Unverträglichkeiten zeitnah in Form von Notizen oder als Dokument ergänzen.
  • Bei stationären Aufenthalten mit der Stationsleitung oder dem Sozialdienst klären, wie der Datenaustausch mit der Akte organisiert wird.

Für pflegende Angehörige stellt sich zusätzlich die Frage, wie sie unterstützend auf die Akte einer betreuten Person zugreifen können. Je nach rechtlicher Situation und App-Funktionen ist eine sogenannte Vertreterregelung oder eine Vollmacht möglich. In vielen Krankenkassenlösungen gibt es Bereiche, in denen Berechtigte hinterlegt werden können, etwa für Minderjährige, Menschen mit Betreuungsverfügung oder bei Personen mit eingeschränkter Entscheidungsfähigkeit.

Der typische Weg zu einem solchen Zugriff umfasst:

  • Prüfung der formalen Voraussetzungen, zum Beispiel Sorgerechtsnachweis, Vorsorgevollmacht oder gerichtliche Betreuungsunterlagen.
  • Kontakt mit der Krankenkasse, um die notwendigen Schritte zu erfahren, etwa Einreichen von Dokumenten oder Ausfüllen spezieller Formulare.
  • Einrichtung des Zugangs innerhalb der App, häufig über einen Menüpunkt für Vertretungen oder Familienkonten.
  • Klare Absprache in der Familie, wie oft der Vertreter in die Akte schaut und welche Informationen er mit behandelnden Ärzten teilt.

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Häufige Fragen zur elektronischen Patientenakte

Wie richte ich die ePA-App zum ersten Mal ein?

Installieren Sie zunächst die App Ihrer Krankenkasse auf Ihrem Smartphone oder Tablet und halten Sie Ihre elektronische Gesundheitskarte bereit. Folgen Sie anschließend dem Registrierungsassistenten, vergeben Sie ein sicheres Passwort und richten Sie, wenn möglich, eine biometrische Anmeldung per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ein.

Wie erteile ich Ärzten und Praxen Zugriffsrechte?

Öffnen Sie die App und wechseln Sie in den Bereich für Zugriffsrechte oder Berechtigungen. Wählen Sie dort die jeweilige Praxis oder Einrichtung aus, legen Sie fest, welche Dokumente oder Zeiträume freigegeben werden sollen und bestätigen Sie die Freigabe mit Ihrer PIN oder einer TAN.

Wie lade ich Befunde und Dokumente in die ePA hoch?

Nutzen Sie in der App den Menüpunkt zum Hochladen oder Verwalten von Dokumenten und wählen Sie die Datei aus Ihrem Gerätespeicher aus. Ordnen Sie die Unterlagen anschließend einer passenden Kategorie zu, zum Beispiel Arztbrief, Laborbefund oder Entlassbericht, und speichern Sie die Änderung ab.

Wie sichere ich meine Daten zusätzlich ab?

Aktivieren Sie in den Einstellungen der ePA-App eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, falls diese angeboten wird, und nutzen Sie immer ein starkes, einzigartiges Passwort. Ergänzend sollten Sie auf Ihrem Gerät eine Bildschirmsperre einrichten und regelmäßige System- sowie App-Updates durchführen.

Wie finde ich bestimmte Befunde in der ePA schneller wieder?

Nutzen Sie Such- oder Filterfunktionen der App, um nach Datum, Dokumententyp oder behandelnder Einrichtung zu sortieren. Viele Anwendungen bieten zudem die Möglichkeit, Favoriten zu markieren oder individuelle Ordnerstrukturen für häufig benötigte Unterlagen anzulegen.

Was kann ich tun, wenn die ePA-App nicht startet oder abstürzt?

Prüfen Sie zuerst, ob eine aktuelle Version der App installiert ist und ob auf Ihrem Gerät ausreichend Speicherplatz vorhanden ist. Hilft das nicht, leeren Sie den App-Cache, starten das Gerät neu und wenden Sie sich im nächsten Schritt an den Support Ihrer Krankenkasse.

Wie gehe ich vor, wenn ein Arzt meine ePA nicht nutzen möchte?

Sprechen Sie das Thema beim Termin offen an und fragen Sie nach den Gründen, warum die Anbindung bisher nicht erfolgt ist. Bitten Sie um Ausdrucke oder digitale Kopien der Befunde, damit Sie diese selbst in Ihre Akte hochladen und so Ihre Unterlagen trotzdem vollständig halten können.

Wie kann ich die ePA für Angehörige mitverwenden?

Viele Krankenkassen bieten eine Vertretungsfunktion an, über die Sie nach einer gesonderten Zustimmung Zugriff auf die Akte von Kindern oder pflegebedürftigen Personen erhalten. Informieren Sie sich bei der jeweiligen Kasse über die notwendigen Formulare und richten Sie anschließend in der App ein eigenes Profil für die vertretene Person ein.

Welche Einstellungen helfen mir beim Datenschutz?

Nutzen Sie die Möglichkeit, Zugriffsrechte zeitlich zu begrenzen und nur die wirklich notwendigen Dokumente freizugeben. Deaktivieren Sie außerdem automatische Freigaben, sofern vorhanden, und prüfen Sie regelmäßig im Protokoll, welche Stellen zuletzt auf Ihre Akte zugegriffen haben.

Wie kann ich ältere oder fehlerhafte Dokumente verwalten?

Öffnen Sie das jeweilige Dokument über die Detailansicht und prüfen Sie, ob die App eine Funktion zum Ausblenden, Archivieren oder Löschen bereitstellt. Wenn medizinische Inhalte falsch sind, sprechen Sie zusätzlich die verantwortliche Praxis an und bitten dort um Korrektur der Einträge.

Kann ich die ePA-App auf mehreren Geräten gleichzeitig nutzen?

In der Regel ist die Nutzung auf mehreren Geräten möglich, wenn Sie sich überall mit denselben Zugangsdaten anmelden und die Sicherheitsabfragen beantworten. Achten Sie darauf, auf jedem Gerät die gleichen Schutzmechanismen wie PIN, biometrische Sperre und aktuelle Updates zu verwenden.

Wie bleibe ich bei neuen Funktionen der ePA auf dem Laufenden?

Aktivieren Sie App-Benachrichtigungen für Funktionshinweise und sehen Sie sich nach größeren Updates die Änderungsübersichten an. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die Informationsseiten Ihrer Krankenkasse oder in das Hilfemenü der App, wo neue Möglichkeiten häufig erläutert werden.

Fazit

Die Nutzung der elektronischen Patientenakte verlangt anfangs etwas Einarbeitung, bietet dafür aber spürbare Vorteile bei Übersicht und Organisation von Gesundheitsdaten. Wer Zugriffsrechte, Sicherheitsoptionen und Dokumentenverwaltung gezielt nutzt, behält die Kontrolle und profitiert im Praxisalltag von kürzeren Wegen. Mit wachsender Routine, besseren Schulungsangeboten und technischen Verbesserungen wird die Akte für viele Versicherte zu einem selbstverständlichen Werkzeug im Umgang mit der eigenen Gesundheit.

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